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JAZZJANZKURZ

V.A.

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Es gibt unglaublich viele Jazz-Tonträger, aber erstaunlich wenige "Sax only"-Platten. Dachte sich wohl auch CHRISTOF LAUER und wählte aus einer Reihe von Mitschnitten, die im letzten Jahr bei seinen Konzerten in der Frankfurter Alten Nikolaikirche entstanden waren, drei insgesamt 52 Minuten lange Solo-Improvisationen aus. "Odyssea Sonorum" (An:Bruch) hat meditative, zuweilen fast an Jan Garbarek erinnernde Passagen (hier kommt der spezielle hallende "Kirchensound" natürlich besonders gut zum Tragen), aber auch expressiv-freie Elemente – manchmal sogar direkt hintereinander. Für das booklet hat Wolfgang Sandner ihm einen schönen (Kurz)Essay geschrieben – eine sehr abwechslungsreiche Klang(Irr)Fahrt und beileibe nicht nur für Heinz (#3 heißt nämlich "This Is For Heinz"). 4
Einer ähnlichen Ästhetik folgt das KATHRIN PECHLOF TRIO, auf deren CD "Hyperobjekt" (nWog) wir behutsamen Jazz mit Harfe (Pechlof) und Sax (Christian Weidner) hören, kein Geringerer als Robert Landfermann bedient den Kontrabass. Zwischen versonnen-vertrackten Harfenlinien (denen selbst in diesem Kontext aber eine gewisse Entrücktheit bleibt) und forschenden SaxExkursen (sehr gelungen z.B. in "Excerpt") pendelnd, werden hier gänzlich Schlagzeug-los und doch auch rhythmisch spannend komplexe JazzStrukturen und nicht minder komplexe, aber sehr sanfte HarfenKlänge vermischt. Das Titelstück wird im Mittelteil etwas spacig-wagemutig und zugleich (gerade im Sax) recht abstrakt - man kann diese schöne Musik tatsächlich kaum beschreiben…4
Das auf den schön-schlichten Namen GEORGE (der allerdings an das Polizeiopfer Goerge Floyd erinnern soll)
hörende Projekt des Trommlers John Hollenbeck ist "Looking for Consonance" (Out Of Your Head). Eine Harmonie aus Groove und FreeJazz – das "bounct" tatsächlich und trötet dabei trotzdem ganz wundervoll schräg und herrlich durcheinander; inkl. wunderbar obskuren drums-Soli, Killer(Synth)BassLinien und freiestem Gebläse (Anna Webber ts, fl). In den mal experimentell-freien, mal sehr schmeichelnden Gesang teilen sich Sarah Rossy und ChiquitaMagic, die beide auch für die wilden SynthSounds verantwortlich sind. Es geht allerdings auch eindringlich tastend, wie beim sanften Diaspora-Song "Nassam alina" mit sehr schönem arabischem Gesang. Das im Grunde nur aus zartem Schlagzeug und einer hier – all meinen Vorurteilen zum Trotz - tatsächlich höchst angenehmen Flöte bestehende "Porter (10.000 Men named George)" gerät nur scheinbar esoterisch; wenig später begegnet uns gar ein entrücktes "Unicornio (for the Global South, in movement and resilience)", wohingegen beim Mr. Shorter gewidmeten "Wayne Phases" das Sax einmal mehr mit einer sehr angenehmen Freiheit besticht. 5
Weil wir gerade bei "FlötenTönen" sind: NAÏSSAM JALAL ist eine aus Syrien stammende JazzFlötistin, die auf
"Landscapes of Eternity" (Les couleurs du son) Eindrücke einer langen IndienReise verarbeitet. Indisch geprägter KunstJazz mit fordernden GesangsLinien aus Herren- und Damenkehlen (Samrat Pandit und Naïssam Jalal). Nichts davon ist schlecht und doch für mein – bestimmt auch an abstraktere Sounds gewöhntes – Ohr eher fremd. 3
Auf die Spuren der klassischen Cantautori begeben sich PAOLO FRESU, DAVID LINX und GUSTAVO BEYTELMANN auf "Trame Latina" (Tûk), auch wenn ich mich bei dieser Einschätzung von David Linx’ inbrünstiger Art zu Singen in die Irre führen ließ. Denn hier geht es zwar auch um sardische Lieder, vor allem aber um eine Verbeugung vor den Großen der südamerikanischen PopulärMusik (man interpretiert u.a. Stücke von Armando Manzanero, Astor Piazolla und Milton Nascimento). Pianist Beytelmann hat selbst lange mit Piazolla gespielt, Fresu ist berühmt für seine romantische Trompete (und Flügelhorn) und Linx betört seit über 30 Jahren mit seiner samtenen JazzStimme (Anfang der 90er hat der Mann einiges auf meinem Lieblingslabel Les disques du Crépuscule veröffentlicht) – das kann eigentlich nur sehr gut, aber eben auch sehr traditionell werden: drei ältere Herren, die freundliche Musik freundlich interpretieren...4
Wir bleiben nett, denn GREGORY PRIVATEs "Darling" (Buddham Jazz) ist kein wildes. Trotz des halb erotischen, halb ironischen Covers erwartet uns hier sehr solider KlavierSchmuseJazz, bei "La Haut" auch mit (französischem) Gesang. Allerdings kam mir auch schon die Frage "Spielt der eigentlich immer das gleiche Lied?" zu Ohren...3
Die Besetzung ist größer, aber auch bei OLLI & THE LONDON RADIO POP ORCHESTRA hören wir "Life on Rennes" (Caravan) des Öfteren ein hoch sentimentales Klavier. Dazu lyrischen JazzRock mit einigen Spritzern SemiKlassik in opulenten Arrangements, inkl. Damen- bzw. KinderChor und gern auch mit versonnenen Streichern oder einem sanft klagenden SoloCello. Ollivier Leroys Gesang wechselt dabei zwischen feinem Falsett und schmeichelndem Bariton und kurz vor Schluß kommt noch etwas, das in diesem Kontext eigentlich verboten ist, nämlich ein Smiths-Cover. Und siehe: "There Is A Light" gelingt Olli in einem netten PizzicatoStreicherGewand ganz formidabel – wegen seines recht präsenten Akzents müsste das Stück aber natürlich "Sssäähr is ä leit" heißen...4
Nun aber spielt die BLACK DOG GROOVE SOCIETY auf zum "Dog Dance" (Time Zone). Schon im die CD eröffnenden Titelstück wird zu einem sehr soliden FunkGroove schwerstens gegniedelt und die SchweineOrgel spielt eifrige Soli. Bei "To Cute" dürfen Saxofon und Gitarre mit ihren Solo-Künsten brillieren und so ist von Katharina Maschmeyer (ts) über Nils Pollheide (g), Dirk Schaadt (Hammondorgel) bis zu Trommler Hardy Fischötter nach und nach schließlich jeder mal dran – zu solidem FunkJazz gewordene instrumentale Gleichberechtigung also. Viel mehr aber auch nicht...3
Nicht weniger als 20 Musiker bringt GELLÉRT SZABÓ’S IDEAL ORCHESTRA auf die Bühne bzw. ins Studio. Nach ihrer überzeugenden Platte "Live at Berghain" aus dem letzten Jahr beschäftigt sich das Leipziger Großunternehmen nun mit Tiefschürfende(re)m: man berichtet "Vom Willen und Tod" (Boomslang). Die sinnigerweise an den Anfang des DL-only-Albums gestellte, recht kurze "Geburt" atmet mit tiefen Bläsern den Geist der Star-Wars-Soundtracks, zu Beginn des (nun etwas irritierend) gleich darauffolgenden "Tod" werden diese (Bläser) dann ganz ohne elektronische Hilfsmittel zu Luren-haften Klängen verbogen, auch ein (Kammer)Chor ist hier neben gleich drei (aüf)wühlenden Schlagzeugen zu hören. Die Eigenkompositionen umschlingen zwei Nummern aus Johannes Brahms’ "Requiem" und folgen dessen streng und mutig trauerndem Gestus. Ein dickes PerkussionsCrescendo hier, schwebend fliehende Streicher dort, jaulende oder brummende Bläser allerorten – und immer wieder wunderbare (semiklassische) GesangsPassagen. Das ist selten kitschig, oft sehr bewegend und in seinen besten Momenten extrem spannend. 5
Einen anderen Versuch, klassische (Kirchen)Musik mit modernen Gedanken zu verschränken, unternimmt der Italiener FEDERICO PEROTTI mit "Quadro" (Feral Note). Auf der Orgel der Basilica di Sa Sisto in Piacenza spielt er Musik von Renaissance-Komponisten wie dem eher unbekannten Claudio Veggio, dem 100 Jahre jüngeren und gleichfalls wohl nur Spezialisten vertrauten Michelangelo Rossi und den vielleicht (etwas) prominenteren (Früh)Barock-Helden Girolamo Frescobaldi und Claudio Monteverdi. Zwischen deren gewaltige Choräle und Toccaten streut Perotti auf dieser Orgel-only-CD auch eigene avancierte(re) Ideen für die Königin der Instrumente, z.B. in Form der gefährlich drohne-nden "Toccata sistina II" oder seiner wild bewegten "Toccata sistina III". Ob traditionell oder avantgardistisch – ziemlich aufregend ist hier beides, wobei wir besonders die "Toccata sistina V" herausheben wollen, die mit ihrem zwitschernden Intro beinahe vergessen macht, dass wir hier die reine Kraft einer "nur" Luft-getriebenen Orgel erleben. 5
Überhaupt scheint OrgelMusik gerade sehr en vogue zu sein, denn auch das aus Marion Wörle und Maciej Śledziecki bestehende Berliner Duo GAMUT INC widmet sich auf seiner neuen CD "radiating" (Aggregate Editions) der Pfeifenorgel. Hier allerdings in einer über MIDI gesteuerten Ausformung, das Info spricht sehr zu Recht davon, dass Gamut Inc "jahrhundertealte Instrumente als Synthesizer begreift". Mit rhythmischen Verschränkungen, ekstatischen Stakkati und "ausgefeilte(n) Algorithmen und Steuerungstechniken" versuchen sie, das mächtige Instrument in die Moderne zu geleiten. Das gelingt hier oft, aber nicht immer (denn manchmal scheint mir das musikalische Material denn doch etwas zu schlicht für die zuweilen beinahe brachiale Form seiner Inszenierung). 4
Bei den beiden Franzosen, die das Duo PUCE MOMENT bilden, weist schon der Titel ihrer CD (wieder) die Richtung: "O.R.G.II" (Odd Doo) baut auf dem 2019er Album "O.R.G." auf und setzt dessen – allen Assoziationen von ORGel/ORGan, über ORGanismus bis CybORG gerecht werdenden – Ansatz fort. Ebenfalls wesentlich auf Sounds einer klassischen Orgel basierend kommen hier jedoch auch einige elektronische Hilfsmittel zum Einsatz. So vermischen sich vibrierende Luftsäulen mit sirrenden Schaltkreisen, schweben ComputerDrones um OrgelPatterns, singen althergebrachte Schönheit und neuer Noise im virtuell-chaotischen Chor. Dass diese Musik ursprünglich für ein experimentelles TanzTheater konzipiert wurde und dass die Art Zoyd Studios in den credits auftauchen, passt da bestens ins (Hör)Bild. 5
Zur Annäherung an CHRISTOF MIGONEs "OO" (Squint Press) erlauben wir uns einige Zitate aus Info und linernotes: "Five soongs that foocus oobsessively oon the dooubling oof the voowel oo. / Ooscillating soound mirroors. / Coonfused oorthoography. / Oo misspells troouble." und "oo is music that uses electronic hard/software as a prosthetic rather than as a technology with which to sculpt soundscapes from a god’s-eye view." Die fünf jeweils zwischen 9 und 10 Minuten langen Vokal(ver)dopplungen beginnen mit zwei Versuchsanordnungen aus den immer gleichen Hauch-, Zwitscher-, Rausch- und Brummtönen, die trotz der hohen Abstraktion und Monotonie eine gewisse Faszination ausstrahlen. Bei "OO OO OO" kommen KnisterKnack-Geräusche und andere Schwingungen, die (ebenfalls) einer menschlichen Kehle entstammen könnten, hinzu. In "OO OO OO OO" blitzt dann ganz hinten beinahe so etwas wie ein JazzBesenBeat auf und das Finale "OO OO OO OO OO" kann man getrost als DarkAmbient-Variante dieser Grundidee bezeichnen. Verstörend, aber packend. 5
Minimalistische Schichtungen aus klug verschachtelten und sehr systematisch, ja beinahe ingenieurmäßig konstruierten PerkussionStimmen und Samples/Patterns erwarten uns auf "Ça commence par la marche" (Circum Disc). JÉRÉMIE TERNOY arrangiert seine musikalischen Gedanken zwischen Minimalismus und Experiment, Pop und Transzendenz. Dafür skizzieren zwei Klaviere aus 13 Noten das Leitmotiv, Bläser (man kann hier neben einer Trompete und dem üblichen Saxophon endlich mal wieder ein Euphonium (und auch ein ganz einfaches Horn) hören!), Gitarre, Kontrabass und diverse Perkussionisten ergänzen die Besetzung. Das zentrale, beinahe halbstündige "Presqu’un pas" wird dabei gerahmt von einem "Marche avant" und einem "Marche arrière" – denn im Überbau geht es u.a. um den Rhythmus des Gehens, den die Kinder von Buschmännern auf den Rücken ihrer Mütter erleben, bevor sie selbst laufen können: "Ça commence par la marche". Das ist sehr spannend und wirkt dennoch an manchen Stellen, als hätte jemand auf LSD eine James-Last-Platte in kleinste Teile zerhackt und das Puzzle dann neu zusammengesetzt. 4
Wesentlich meditativer kommt ETIENNE NILLESENs CD "Twee" (Sofa), denn hier bearbeitet der in Köln lebende holländische Perkussionist eine reichliche halbe Stunde lang "nur" seine "extended snare drums". Was wegen der zahlreichen Überlagerungen und Rückkopplungen zu sounds führt, die man so sicher nicht einem Schlaginstrument, sondern vielleicht einer kaputten Posaune zuordnen würde. Aber einmal mehr entspringt den leichten Verschiebungen, den Obertönen und der schieren Kraft der scheinbaren Monotonie eine sehr sehr starke Energie. 5
Gut dazu passt – auch wenn sich die musikalischen Mittel sehr unterscheiden – das neue Werk vom CHRISTIAN WALLUMRØD ENSEMBLE. "Non Sonett" (Aspen Edities) fasziniert mit einer rauen Ruhe, lässt das Klavier des EnsembleLeiters zu röchelnden Bläsern und zarten SchlagzeugSchlägen seine Motive wiederholen und erzeugt so eine wunderschöne Atmosphäre zwischen Nostalgie und Forschung. Probiert das harmonisch eher schlichte, aber in seiner melancholischen Intensität extrem bezaubernde "Due Dove" und ihr werdet verstehen, was ich meine. 5
Ebenfalls aus Norwegen stammt das VESTNORSK JAZZENSEMBLE, das gemeinsam mit der natürlich von Wildbirds & Peacedrums, dem grandiosen Fire! Orchestra und ihrem Soloprojekt Mariam The Believer bekannte Schwedin MARIAM WALLENTIN auf "Spring Flood" (Hubro) einer eigenartigen, aber bei aller Schrägheit auch zugänglichen und auf jeden Fall sehr faszinierenden Form des PopSongs frönt. Sofern man diese sehr weit gefasste Deutung des Prinzips PopSongs noch als solchen akzeptiert. Wie auch immer – die gelegentlichen Dub-Anflüge, vertrackten Rhythmusverschiebungen und vielen bunten instrumentalen Ideen schmücken die dunkle Stimme Wallentins ganz prächtig. 4
TELLKUJIRA ist ein italienisches Quartett, das sein Album "La lucha es un poema colectivo" (Circum Disc) mit einer wilden Collage aus diversen Instrumentalbehandlungen, DemonstrationsSamples und Rückkopplungen beginnt, der Mittelteil gibt sich dabei frei und beinahe ambient. Nach einem Crescendo mit abruptem Ende und kurzer anschließender Stille übernimmt ein trauriges Solo-Cello, dem dann ein gezupfter Bass – wenngleich sehr frei – wenig später etwas rhythmische Struktur verleiht. "Que viva México!" ist dann eine dunkel-getragene Improvisation über Kontrabass, etwas Klingeln und Klopfen und StreicherTöne; irgendwann tritt eine Gitarre hinzu und die schon beinahe vertrauten Samples von Chorgesängen. Und dass man zu einer "Tarantella" von tellKujira (so die korrekte Schreibung) nicht tanzen kann, dürfte ebenso wenig verwundern wie der Umstand, dass diese Musik während eines Studienaufenthalts am Pariser IRCAM entstand. 4
Dem extrem fruchtbaren Humus der Tödliche Doris entstammt CHRIS DREIER, die auf "È Ora Di Farlo" (attenuation circuit) zu ANSGAR WILKENs Perkussion ihre elektronischen Störgeräusche erzeugt (letzteren kennt ihr ja u.a. von Ilse Lau und vom Feedbackorchester). Dazu spielen die beiden ein für Sprachschüler gedachtes Tonband ab – und was sich zunächst wie eine etwas verstrahlte und gestörte, nichtsdestotrotz sehr angenehme Italienisch-Lektion anhört, verspinnt sich zur Mitte des ersten 20minüters zu einem feinen AvantgardeIndustrialNoise-Knäuel, auch DarkAmbientExperimentalElectronics wäre da kein falsches Schubladenschild. Das zweite, noch eine Minute längere Stück, das die Rückseite dieser 12" einnimmt, besteht vornehmlich aus Klimpern, Klappern, Gongen und Rauschen und ist – eine kunstvolle Pause vor dem ElektroNoiseFinale inklusive – so gesehen natürlich extrem prima. 5
Der Sprung zu MORTON FELDMANs leiser KlavierKunst ist nun sehr schwer – oder auch nicht, denn kunstvolle Versenkung ist im Lärm ebenso möglich wie in beinahe perfekter Stille. Nach einer schönen Einspielung des wundervollen Mammutwerks "For Bunita Marcus" (s. WZ 04/26) widmet sich true blanking nun JOHN TILBURYs Interpretation des vergleichsweise kurzen und von eben jener Bunita Marcus bei Feldman in Auftrag gegebenen "Palais de Mari". Im letzten reinen Klavierstück des großen New Yorker Komponisten (es entstand 1986, ein Jahr vor seinem allzu frühen Tod) kondensieren die Prinzipien seiner sonst oft mehrere Stunden langen Überlegungen in einer knappen halben Stunde – wer sich also (noch) nicht auf die volle Distanz wagt, kann hier einen ersten und doch sehr präzisen Eindruck der Feldmanschen KlangKunst erhaschen. Die Aufnahme stammt vom Reykjaviker Tectonics Festival des Jahres 2012 und lässt sich in einem Wort zusammenfassen: "gelungen"! 5
Wie Pop zu Elektroakustik werden kann oder Elektroakustik zu Pop, kann man auf dem nächsten Vinyl sehr schön nachvollziehen. Poussier als Pet Shop Boys? Björk goes Stockhausen? Die Antwort liefert "Clock In, Clock Out" (Futura Resistenza) von MUSICA MOSAICA. 4
Und ganz zum Schluss haben wir nochmal "typischen" Jazz: Das AXEL FISCHBACHER TRIO - FEAT. TAMARA LUKASHEVA & OHAD TALMOR findet das ganz "normal II" (JazzSick). Zu Recht, denn der freundliche JazzKellerJazz der um Talmors Saxophon ergänzte git-b-dr-Trio bietet dem gekonnten Gesang von Lukasheva eine feine Bühne. Sehr gut gemacht, wenn auch schon vielhundertfach so (oder nur wenig anders) gehört. Peace! 4

Fear No Jazz
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