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LOTTOFOON 07-20

Aloha Ihr Lieben,
Es ist schon Juli, wie konnte das passieren? Gestern hatten wir doch noch Sylvester… Mir kommt es vor, als seien die Monate nur so verflogen, diejenigen unter Euch, die wochenlang unausgelastete Klein- und Schulkinder zu Hause sitzen hatten, sehen das vermutlich anders.
Jetzt ist eigentlich die Zeit des Jahres, in der ich mich sonst immer über die Nachteile von Open Airs im Allgemeinen und Dixieklos im Besonderen auslassen würde, aber was würde ich nun drum geben, zwischen Hunderten schwitzender Menschen, von Mücken zerstochen, einem Hörsturz nahe nach eine Toilette Ausschau zu halten, ob Eier mit Speck, das Zomerparkfeest im Julianapark (cruisertechnisch eine ‚Und täglich grüßt das Murmeltier‘ Erfahrung – wie, schon wieder ein Jahr um? Das hatten wir doch gerade erst!) oder das Nightbirds Kingsday Festival – nicht zu vergessen Sjock – mir fehlen sie Alle!
Euch geht es vermutlich nicht anders, auch wenn das Meiste jetzt wieder seinen normalen Gang geht, vermisst man doch noch immer viele kleine Dinge, aber wie sehr können wir uns gleichzeitig freuen, auch diese merkwürdige Zeit einigermaßen überstanden zu haben. Ich hoffe, das gilt auch für all die Veranstalter und Locations, die schon seit Monaten ihren Umsatz knicken können. Hoffentlich bleiben sie uns Alle erhalten.
Ich für meinen Teil kann kaum erwarten, dass nun hier endlich wieder die Pubs aufmachen, nicht weil ich sonst eine passionierte Pubgängerin bin, sondern weil mir Garten und Wandern langsam zum Hals raushängt, so sehr, dass ich mich an so manchen Tagen dem Gin ergeben habe, auf die spitze Frage meines Mannes, ob es dafür um 11 Uhr morgens nicht noch ein bisschen früh sei, entgegnete ich ebenso spitz ‚It’s five o’clock in Taiwan!‘. Es wird komisch sein, meine Lockdown Abgeschiedenheit zu verlassen, aber wenn ich es nicht bald tue, werde ich noch zum Soziopathen und fange an meine Möbel mit Plastik zu beziehen.
Ich freue mich unbändig darauf, bald wieder ungehindert reisen zu können, mittlerweile war ich fast fünf Monate nicht zu Hause und auch, wenn ich mich relativ gut hier eingelebt habe, habe ich doch ziemliches Heimweh. Mir fehlen Eisdielen, Kurztrips in die Niederlande oder nach Belgien, Schokoküsse, Radler, meine Freunde, Familie und ganz besonders meine Shelly natürlich. Die wird diesen Monat 22 – Herzlichen Glückwunsch Mauseschwänzchen!
Machts gut Ihr Lieben, genießt den Sommer, die langen lauschigen Nächte und bleibt vor Allem gesund! Micky