(Nettwerk)
Um es gleich zu sagen: Der Titel des vierten Longplayers des australischen Troubadours bedeutet nicht, dass es sich hier um ein Werk zum Thema Einsamkeit oder ein puristisches Solo-Album handelt. Vielmehr bezieht sich der Begriff „Solitude“ darauf, dass der Songwriter seinen nomadischen Lebensstil in dem Fall dazu nutzte, ein Album über den Verlauf eines Jahres an 12 Orten einzuspielen, an denen er jeweils einen Monat in selbst gewählter Isolation lebte, wo dann jeweils ein Song geschrieben und aufgenommen wurde. Erstaunlicherweise macht sich das musikalisch gar nicht so sehr bemerkbar, denn – wie gesagt – sind die 12 Tracks des Albums ja nicht als Solo-Akustiknummern konzipiert, sondern kommen oft genug im klassischen Folk-Pop-Format daher, sind relativ füllig arrangiert und obendrein beschränkt sich Larsen keineswegs alleine auf seine melancholischen Trademark-Balladen und wagte sogar einige locker groovende Pop-Nummern wie „Other Side“, „One Thing“, „If I’m Honest“ oder das bluesige „If I Get It Right“, auf dem sogar elektrische Gitarren zum Einsatz kommen. Indem Larsen einige Songs auf dem Piano komponierte kommt im Songs wie „I’ll Be Your Hallelujah“ oder dem abschließenden, fast 10-minütigen Epos „Eden“ noch eine dezente Gospel-Stimmung zum Tragen. Am Ende entstand so ein Werk, dass den nomadischen Lebensstil des rastlosen Musikers mit einer Reihe facettenreicher Songs auf musikalische Weise widerspiegelt. 4Rock & Pop
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