
(4AD/Beggars Group / Indigo)
Schon auf dem Vorgängeralbum "Stumpwork" hatten sich Dry Cleaning nicht gescheut, ihre Weirdness selbstbewusst in den Fokus zu rücken. Nach zwei in schneller Folge erschienen Platten hat sich das Londoner Quartett für „Secret Love“ etwas mehr Zeit genommen, um mit einem spürbar expansiveren Sound die oft herrlich abstrusen, von Frontfrau Florence Shaw auch weiterhin nicht gesungenen, sondern deklamierten Geistesblitze, Momentaufnahmen und Geschichten heller als je zuvor erstrahlen zu lassen. Inhaltlich schlägt sie dabei einen Bogen von allgegenwärtigen gesellschaftspolitischen Problemen wie Desinformation und Einflussnahme zu persönlicher Unsicherheit und existenziellen Ängsten.Die konventionellen Rockband-Ideen, die auf den frühen EPs der Band noch ein wichtiger Motor gewesen waren, tauschen Nick Buxton (Schlagzeug), Tom Dowse (Gitarre) und Lewis Maynard (Bass) auf "Secret Love" nun vollends gegen ruhigere, aber farbenfrohere Klänge ein. Unter der Produktionsregie von Allrounderin Cate Le Bon ist dabei eine Platte entstanden, die oberflächlich betrachtet immer noch prima mit Post-Punk beschrieben werden kann, tatsächlich aber dem unverkennbaren Dry-Cleaning-Sorechgesang-Wave zwischen kontrolliertem Chaos und dissonantem Unbehagen eine ganze Reihe neuer Impulse jenseits des Erwartbaren hinzufügt. Der Weg von ätzender Schärfe zu einnehmender Verspieltheit ist dabei oft ganz kurz. 5
Weitere Infos: https://drycleaningband.com/
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