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ROBBIE WILLIAMS

Britpop

ROBBIE WILLIAMS

(Columbia International / Sony)

Mr. Williams zählt ganz ohne Zweifel zu den Künstlern, die ich in meiner Überheblichkeit zunächst komplett unterschätzt habe, aber nach einer gewissen Zeit einsehen musste, dass er ein verdammt guter Entertainer mit gar nicht mal schlechten Songs ist – und wirklich singen kann (mit Amy Winehouse verhielt es sich übrigens ganz ähnlich). Nun veröffentlicht er seit Jahr und Tag Soloalben, die manchmal extrem erfolgreich sind, manchmal ein wenig untergehen, niemals aber eine wirkliche Enttäuschung darstellen. Und da macht "Britpop" keine Ausnahme. Nach eigenem Bekunden ist dies exakt das Album, das Robbie W. schon direkt nach der Trennung von (dem Rausschmiss bei?) Take That aufnehmen wollte. Wobei es 1995 vermutlich eher untergegangen wäre, da rangelten schließlich die über deutlich mehr "Stallgeruch" und/oder credibility verfügenden Schwergewichte Blur und Oasis gerade um die Britpop-Krone. Heute aber passt der wie ein US-CollegePunk-Song loskrachende opener "Rocket" ganz gut (kein Geringerer als Tony "Black Sabbath" Iommi reißt hier an den GitarrenSaiten). Und auch beim darauf folgenden "Spies" erklingen nur wenige Zehntelsekunden liebliche Streicher, bevor eine notorische E-Gitarre das Kommando übernimmt. Beim etwas stärker elektr(on)ifizierten Kneipenstampfer "Cocky" möchte man – auch wenn wir die "seriöse" Bedeutung dieses Adjektivs durchaus kennen - vermutlich gar nicht so genau wissen, woran genau olle Robbie hier gedacht hat (wir erinnern uns an sein nicht sehr geschmackssicheres "Schwalben"-Tattoo). In der zweiten Hälfte wird das Album, beginnend mit der gedämpfteren Nummer "Human", besinnlicher. "Morrissey" klingt weniger nach den Smiths denn nach synthiefunkelnden Pet Shop Boys und ist dabei ganz großartig, weil sich der Text schön uneindeutig gibt: spricht hier ein verzweifelter Fan, womöglich der (inzwischen ja leicht verpeilte) Meister selbst oder doch Robbie aus seinem tiefsten Inneren? "I never said a word and yet you heard me / I'm a little like you but a lot less worthy / Oh, I don't know, I'm gonna try writing songs / I've got so much to say, they're only 3 minutes long". "It's OK Until The Drugs Stop Working" lehnt sich in seiner streicherseeligen up-tempo-Hymnenhaftigkeit so deutlich an The Verve an, dass es der Spiegelung im Titel gar nicht bedurft hatte (inhaltlich kann Robbie das ja sowieso ganz bestimmt unterschreiben) und Pocket Rocket ist dann eine schöne Klammer, die in einer Art Reprise den versöhnlichen Schluß aus einem Himmel von StreicherTupfen und PianoArpeggien zupft. Schöne Platte. 4
Weitere Infos: www.robbiewilliams.com

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