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ED O’BRIEN

Blue Morpho

ED O’BRIEN

(Transgressive Records)

Wer sich bislang noch nie ausführlichere Gedanken über Ed O’Briens Rolle innerhalb der Band Radiohead gemacht hat oder seine Rolle gar zu unterschätzen drohte, dürfte spätestens durch das, was auf „Blue Morpho“ so alles – vermutlich sehr planvoll – passiert, zum (Um-)Denken bewegt werden. Während der ersten drei Songs – dem Opener „Incantations“, dem Titeltrack und „Sweet Spot“ – könnte man jedenfalls denken, dass der Gitarrist sich anschickt, zehn Jahre nach dem letzten Radiohead-Studioalbum „A Moon Shaped Pool“ ohne seine Bandkollegen endlich einen würdigen Nachfolger vorzulegen. Bemerkenswert ist, dass hier viele Facetten von O‘Briens Hauptband – von sphärisch über frickelig bis psychedelisch – abgebildet und aufgegriffen werden, zugleich aber auch massig Raum für Individualität bleibt. Im Albumverlauf scheint sich O’Brien immer mehr von Radiohead zu lösen, gipfelnd im finalen, fast zehnminütigen „Obrigado“, in dem brasilianische Rhythmen mit Jazz und Trip Hop verschmelzen. 5
Weitere Infos: https://www.instagram.com/eobofficial/

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