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TODD THIBAUD


Alchemy


TODD THIBAUD


(Blue Rose)


Vor nunmehr 30 Jahren veröffentlichte Todd Thibaud (damals noch mit Haaren) sein Solo-Debüt auf dem legendären Blue Rose Label – und hat seither nicht mehr locker gelassen, Eine endlose Liste von Veröffentlichungen als Solo-Künstler, aber auch Kollaborationen mit Joseph Parsons (u.a. zusammen mit dem inzwischen verstorbenen Chris Burroughs, und Terry Lee Hale in der „Americana Supergroup“ Hardpan), Sean Staples, oder Kim Taylor folgten auf dem Fuße – nur gelegentlich unterbrochen von kreativen Denkpausen. Nun liegt sein neues Album „Alchemy“ vor, das er bereits mit einer Tour in unseren Breiten präsentierte. Schon bei diesen Shows – aber besonders auf dieser neuen LP – werden zwei Dinge deutlich: Dass sich nämlich Todd Thibaud in Sachen Songwriting und Präsentation durchaus treu geblieben ist – und dass er dennoch nie aufgegeben hat, seinen Mix aus Roots-, Heartland- und Eastcoast-Rock, Power-Pop und stets Projekt-bedingt zu verfeinern und für ihn selbst spannend zu halten. Auf dem neuen Album lässt er zwar so die guten alten Zeiten aufleben, richtet sein Material aber in eine grundsätzlich rockige Richtung aus, verzichtet auf klassische Standard-Americana-Referenzen und agiert – wie schon zu Beginn seiner Karriere – als großer Beatles Fan mit attraktiven Akkordwechseln, mehrstimmigen Gesang und Melodiefolgen, die nicht unbedingt im Zusammenhang mit den vorherrschenden Springsteen/Mellencamp-Referenzen erwartet würden. Aber Todd steht halt nun mal auch auf englische Beat- und Rock-Referenzen (der erste Teil des Tracks „Farewell, So Long“ hätte etwa auch genauso gut von The Clash sein können). Insbesondere in den balladesken Momenten wie „Wait For Me“ kommt er dabei seiner Idealvorstellung des Old-School-Brit-Sounds recht nahe. Die Fans dürften eigentlich keine Schwierigkeiten mit diesem Ansatz haben – es sei denn, sie gehören zu jener Spezies für die sowieso früher immer alles besser war. 4

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