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KLEZ.E

Einmal mehr mit Dir gegen die Furcht

KLEZ.E

(Windig / Cargo)

Als Klez.e zum ersten Mal ihr neues Album ankündigten, wettete wahrscheinlich so manche*r Musiknerd*in insgeheim darauf, dass dieses nach „Desintegration“ (2017) und „Erregung“ (2024) wieder ein einzelnes Substantiv im Titel tragen und damit den Anschein einer direkten Anspielung auf die sogenannte ‚Dark Trilogy‘ von The Cure (bestehend aus den Alben „Pornography“, „Disintegration“ und „Bloodflowers“) erwecken würde – aber nein: Daniel Moheit, Filip Pampuch und Tobias Siebert überraschen uns diesmal nicht nur mit einem äußerst wortgewaltigen Albumtitel, sondern auch damit, dass die dazugehörige Musik gar nicht so düster und sperrig, sondern mitunter fast schon poppig daherkommt. Das bedeutet allerdings weder, dass das Trio auf den mittlerweile liebgewonnenen, bis zur Perfektion angeeigneten und dadurch irgendwie auch zur ureigenen Sache gemachten Cure-Sound verzichtet, noch, dass es hier plötzlich fröhlich und unbeschwert zugehen würde. „Melancholia“ ist vielmehr allgegenwärtig, nicht nur im gleichnamigen Song, in dem am längsten Tag des Jahres bereits dem Sommer nachgetrauert wird. „Hymnus“ leitet das Album mit einer ähnlich dunkel strahlenden Feierlichkeit ein wie „Alone“ die „Songs Of A Lost World“, das „Mailied“ erinnert mit seinen Synthie-Teppichen an die atmosphärische Dichte von „Trust“ und die Basslinie von „Einer mehr im Zement“ präsentiert sich als gelungene Variation von „Fascination Street“. Stets spürbar ist dabei das tiefe Bedürfnis, das musikalische Erbe von The Cure schon zu Lebzeiten der Band angemessen zu feiern und weiterzutragen: Klez.e tun dies mit viel Würde und Leidenschaft, und ja: auch voller Ideenreichtum und Eigenständigkeit. VÖ: 12.06. 5
Weitere Infos: https://klez-e.de/

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