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LNA


I Can See It All


LNA


(Listenrecords)


Mit ihrem Debütalbum „Soft Trigger“ setzte die Nürnberger Musikerin Elena Steri (damals noch unter ihrem bürgerlichen Namen) 2022 ein erstes Ausrufezeichen in Sachen DIY-Pop-Musik links der Mitte. War dieses Album noch als FLINTA-Projekt angelegt, mit dem sich Elena auf die Suche nach ihrer musikalischen Identität begeben hatte – und über ihre Songs das Thema Selbstfindung und Selbstbestimmung anstieß - so ist das nun vorliegende Werk „I Can See It All“ – das sie nun unter ihrem auf das wesentliche verdichteten Künstlernamen LNA (sprich „Elena“) veröffentlichte – von einem ganz anderen Kaliber. Inzwischen greift Elena nämlich weitestgehend auf elektronische Hilfsmittel zurück um ihre Songs im stillen Kämmerlein mit Unterstützung der Co-Produzenten Nick Mosh und Valentin Hebel auf experimentelle Weise zusammenzusetzen. 
Wenn dann mal Live-Instrumente zum Einsatz kommen wie beispielsweise bei dem Tracks „Dontwannagroup“, „Similar“ oder „Swim Song“ dann sind diese mit digitalen Effekten augmentiert, getweaked und gesampelt, sodass sie sich nahtlos in das dominierende, artifizielle Art- und New-Wave-Pop Setting einfügen. Auch in den neuen Songs geht es noch um Themen wie Selbstfindung und Empowerment – allerdings auf einen eher analytischen Level indem Elena durch das Stellen von Fragen zu Lösungsansätzen kommt – und das Werk als „Konzeptalbum über das Lernen“ auslegt. Musikalisch bleibt Elena oft bei der Electronika-Schiene – experimentiert aber auch mit R’n’B-Grooves, New Wave-Strukturen, Dreampop-Elementen und experimentellen Arrangements. Nur von klassischen Tanzhaus-Beats hält sie sich fern und arbeitet lieber mit vertrackt verschachtelten Beats, wuselnden Basslinien und im Falle von „Similar“ sogar mit Rock-Drive. 4

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