(12XU)
Vor zwei Jahren attestierten wir Lupo Citta an dieser Stelle ein Faible für kompromisslos-minimalistischen Indierock der ersten Stunde mit punkiger Attitüde und einem Faible für krachigen Wohlklang., und weil man etwas, das nicht kaputt ist, nicht reparieren kann, umweht auch das nach dem italienischen Wort für Winter "Inverno" betitelte zweite Album des Bostoner Trios mit Jenn Gori und Sarah Black (beide ehemals Bleeding Hickey) und Chris Brokaw (Codeine, Come) der gleiche Geist, ohne nur ein Abziehbild des Erstlings zu sein.Vielleicht auch, weil Brokaws Rolle dieses Mal spürbar größer ist, klingen Lupo Citta auf "Inverno" wie eine Band, die sich und ihren Sound gefunden hat. Zwar war auch schon die erste LP durchaus eklektisch, doch nun erscheint die Bandbreite, die von herrlichen wüsten Zwei-Minuten-(Post-)Punk-Nummern wie "Can't See" oder "Nap At Dawn" bis zu lupenrein melancholischen Balladen wie "Something Else" reicht, deutlich überlegter, während textlich der Blick auf die sich immer schneller drehende Welt und das politische und soziale Chaos, das derzeit in den USA herrscht, deutlicher in den Fokus rückt. Ob der ersehnte gesellschaftliche Neubeginn gelingt, ist offen, sicher dagegen ist, dass wir mit diesem feinen Lupo-Citta-Album schon mal einen erstklassigen Soundtrack für den Neuanfang hätten. 5
Weitere Infos: https://lupocitta12xu.bandcamp.com/
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