
(PIAS/Integral)
Lange mussten die Fans der Hamburgerin Lina Brockhoff auf dieses Debütalbum warten, werden für ihre Geduld nun aber mehr als entschädigt: Dopplungen zu ihren beiden EPs „Sharks“ (2022) und „I’ve Stopped Getting Chills For A While Now“ (2023) sucht man vergeblich (obwohl einer der Songs den Titel der letztgenannten EP trägt), stattdessen finden sich auf „Easy Peeler“ gleich 14 (!) neue (bzw. in einigen wenigen Fällen schon vorab auf Streamingplattformen verfügbare) Songs, was für heutige Verhältnisse als durchaus üppig gelten kann. Geschrieben wurden die Lieder bereits zwischen 2020 und 2023, aufgenommen dann im vergangenen Jahr. Dieser lange Vorlauf vermag vielleicht zu erklären, warum das Album ein bisschen wie eine ‚Best of‘-Scheibe daherkommt und nahezu keine Schwächen aufweist. Nicht zu überhören ist dabei Brockhoffs Vorliebe für den Gitarrenrock der Neunziger und Nuller Jahre, auf den sie mit großer Glaubwürdigkeit und eklektischer Spielfreude referiert. „The Carpet Song“ bietet feinsten College-Rock und ist eine Art unaufdringliches „Teenage Dirtbag“, die Gitarren am Beginn von „Front Row“ erinnern verdächtig an Joan Osbornes „One Of Us“ und „Sleep It Off“ klingt, als würden Garbage Blackmail covern. Hört sich gut an? Genau das ist es auch! VÖ: 05.06. 5Weitere Infos: https://brockhoffmusic.com/
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