interviews kunst cartoon konserven liesmich.txt filmriss dvd cruiser live reviews stripshow lottofoon

JOE JACKSON


Hope & Fury


(ear music)

Auch auf seinem inzwischen 21. Studio-Album präsentiert sich Altmeister Joe Jackson wieder als rastloses musikalisches und vor allen Dingen auch stilistisches Chamäleon. In Sachen Jazz, Blues, Soul und Klassik hat sich der Meister ja schon früh geübt – neben seinem Kerngeschäft als angeschrägter und ambitionierter Songwriter. Sein letztes Werk „Mr. Joe Jackson Presents Max Champion in ‚What A Racket!‘“ legte der Meister gar als Hommage an die musikalischen Traditionen der Vaudeville/Music Hall Ära und als musikalisches Porträt des heute vergessenen Music Hall Künstlers Max Champion an. Das neue Werk nun läuft unter dem Motto Anything Goes – allerdings im Rahmen von dem, was Jackson selbst als ‚Joe Jackson Mainstream‘ bezeichnet. Das meint, dass er prinzipiell hier wieder zu seinem klassischen Songwriter-Ansatz zuwendet und einen Reigen nicht uncharmanter Songs über die Verlierer und Außenseiter der britischen Gesellschaft schreibt (nicht besonders auf die Jetztzeit bezogen, sondern eher im Sinne von Ray Davies als Porträt der Old-School-Working-Class). Dabei ist alles ein bisschen kaputt in seinen Melodramen, Kein Wunder, dass ihn das Covermotiv vor einem brennenden britischen Seebad zeigt. Musikalisch indes lässt er alle Hemmungen fahren und reichert seinen Soundmix mit zahlreichen bislang noch nicht gewählten musikalischen Komponenten an. Mit Unterstützung seiner alten Band um Graham Maby, Ted Kumpel und Doug Yowell und des peruanischen Perkussionisten Paulo Stagnaro unterlegte er seine Kitchen-Sink-Dramen mit World-Music Big Beats („Welcome To Burning-By-Sea“, Prog-Strukturen („The Face“), Chamber-Pop und Jazz- und Jazzrock-Vignetten („Made God Laugh“, Kinderlied-Albernheiten („Do Do Do“), Disco Grooves („Fabulous People“) und erneut Varieté-Seligkeiten wie im abschließenden „See You In September“. Er selbst hat dafür den Begriff „Bicoastal LatinJazzFunkRock“ gebildet. Bemerkenswerterweise fällt das alles nicht auseinander, sondern unterhält auf angenehm überraschende Weise, passt, wackelt und hat Luft. 5

Rock & Pop
›› STEVEN BROWN ›› WITCH POST ›› AVALON EMERSON & THE CHARM ›› SNAIL MAIL
 ›› NINA HAGEN
 ›› THE NEW PORNOGRAPHERS
 ›› HAWEL / MCPHAIL ›› ANANA KAYE ›› LÙISA ›› SLOE NOON ›› THE TOTEN CRACKHUREN IM KOFFERRAUM ›› DIE REGIERUNG ›› DEATHCRASH ›› DEADLETTER ›› STONE ›› QUICKSILVER ›› THE WAVE PICTURES
 ›› ANDRINA BOLLINGER
 ›› JOHN HOLLIER & THE RÊVERIE
 ›› THE DELINES ›› ELFI ›› LUCY KRUGER & THE LOST BOYS ›› KATHERINE PRIDDY ›› QUICKSILVER ›› DRY CLEANING ›› PULLMAN ›› ALICE MERTON
 ›› TSAR B
 ›› BLACKWATER HOLYLIGHT ›› ÃO ›› DIE STERNE ›› ROBBIE WILLIAMS ›› THE MOLOTOVS


Konserven
Olymp
Electronik
Fear No Jazz
Floorfashion
Hard & Heavy
Hip Hop
Reggae/Dub
Rock & Pop
Punk/Hardcore
Singer/Songwriter
Talentamt
Worldmusic