
(Lonely Astronaut / Bertus)
Joseph Arthur ist zurück – und wie! Der einst von niemand Geringerem als Peter Gabriel entdeckte US-amerikanische Singer/Songwriter legt nach mehrjähriger Veröffentlichungspause in diesem Jahr nicht nur ein, sondern direkt drei neue Alben vor, die mit den Stichworten „Faith“, „Heart“ und „Fight“ überschrieben sind. Zusammengebunden erscheinen sie unter dem Titel „You're Not A Ghost Anymore“ in diesen Tagen auf Vinyl, doch das Projekt ist damit noch keineswegs abgeschlossen. Während der erste Teil digital bereits im April veröffentlicht wurde und der zweite nun folgt, wird der dritte erst im Dezember auf den einschlägigen Plattformen zu hören sein – dann jedoch mit erneut überarbeiteten Versionen. Das, was letztlich für jedes Stück Musik gilt, das immer wieder aufs Neue aufgeführt wird und sich dabei potentiell fortwährend verändert – mitunter nur in Nuancen, manchmal aber auch elementar – wird hier sozusagen auf die Spitze getrieben, indem sich der analoge und der digitale Release desselben (oder nur des gleichen?!) Albums unterscheiden werden. „Hey Satan“, ein Schlüsseltrack auf „Faith“, der im Original ein bisschen so klingt, als würde Ozzy Osbourne einen Bowie-Song singen, hat Mitte des Jahres bereits eine solche Transformation erlebt und wurde im Zuge des Videodrehs mit einem kompletten Orchester als Akustikversion eingespielt (das steht meist für Reduktion, hier jedoch ganz im Gegenteil für Opulenz!) und dann als Single veröffentlicht. Das Ergebnis begeistert – wie allerdings auch schon die elektronisch unterstützte Studiovariante. Den Zusammenhang der drei Bestandteile seines neuesten Werks beschreibt der Künstler selbst übrigens folgendermaßen: „The arc is this: through Faith we make it back to Heart. Through Heart we find the will to Fight“. Die Bandbreite der insgesamt 36 ‚Ausgangssongs‘ (vielleicht kann man dem Konzept mit dieser Formulierung am besten Rechnung tragen!?) reicht von klassischen Singer/Songwriter-Momenten bis hin zu angekitschten (aber dennoch ausnahmslos hörenswerten) Artpop-Experimenten. Zentraler Track auf „Heart“ ist „Simple Light“, Joseph Arthurs Liebeserklärung an seine Tochter. Auf „Fight“ sticht – jedenfalls Stand 31.08.2026 – „The Contenders“ hervor, aber warten wir erst einmal ab, wohin sich dieser Track und andere in den nächsten Monaten vielleicht noch entwickeln werden, und verzichten auf eine Wertung, die ohnehin – auch bei weniger ambitionierten Veröffentlichungen als dieser hier – immer nur eine Momentaufnahme bieten würde. VÖ: 04.09.Weitere Infos: https://www.facebook.com/Josepharthurpage
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