
(Popclaw / Cargo)
The Crystal Teardrop aus Stoke-On-Trent sind eine dieser vielen kleinen Indie-Monster, die sich auf die Fahnen geschrieben haben, den Sound und die Ästhetik der Psychedelia der 60er Jahre irgendwie in die Jetztzeit zu hieven. Damit sind sie auf dem zweiten Album „Love You More“ nur teilweise erfolgreich. Zwar klingt das, was Alexandra Rose und ihre Jungs da machen, ziemlich authentisch und fängt tatsächlich auch den Zeitgeist ein (beispielsweise indem die Band hier intensiv mit Sitar-Sounds und Tremolo-Gitarren hantiert) – dabei übertrieben sie es indes ein wenig und machten dann auch noch in Sachen schnürsenkeliger LowFi Produktion. Das bedeutet dann, dass vieles aus der Zeit der 60er heute noch besser klingt, als das was The Crystal Teardrop hier machen. Es gibt so gar keine Bemühung sich den so demonstrierten Geist zu Eigen zu machen und irgend etwas zu versuchen, was so nicht auch in den 60‘s gemacht worden wäre. Das gilt auch für das Songwriting: Hier scheint es ebenfalls darum gegangen zu sein, nicht aus dem Schema auszubrechen. Das machen The Crystal Teardrop dann ansatzweise aber wieder wett, indem sie ihre Songs recht einfallsreich arrangieren und unterschiedlich gestalten (mal rockiger („Tomorrow Starts Today“), mal poppiger „Times Gone“, mal im Drone Format („Circumstances“) und mal mit Soul-Touch („What It Adds Up“). Das Ergebnis ist also eine Art Mixed Bag, dem man etwas mehr Eigenständigkeit gewünscht hätte. VÖ 02.10. 4Rock & Pop
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