(Make My Day Records)
Der Kanadier Jacob Brodovsky widmet sein zweites Album dem schwierigen moralischen Spagat zwischen Elternschaft und Zukunftssorgen: Ist es eigentlich vertretbar, heutzutage noch Kinder in die Welt zu setzen, wenn unser Planet nachweislich auf diverse Katastrophen zusteuert bzw. genauer gesagt von uns Menschen in diese Richtung gelenkt wird? Eigene Kinder zu haben (Brodovsky selbst hat zwei) beschreibt er folgerichtigerweise als Quelle für sowohl Optimismus als auch Angst. Das klingt möglicherweise so, als müssten wir es hier mit einer sehr düsteren Platte zu tun haben – dem ist allerdings keineswegs so: Brodovsky legt den Schwerpunkt nicht auf Probleme, sondern auf Potentiale, wodurch seine Songs trotz ihrer oftmals melancholischen Grundstimmung vor allem Zuversicht verbreiten. Kann das Ruder durch sozial- und umweltverträgliches Handeln vielleicht doch noch einmal herumgerissen werden? Das kann niemand so genau wissen, aber deshalb von vornherein aufzugeben und Veränderungen gar nicht erst anzustreben, wäre fatal. Schließlich möchte man seinen Kindern ja wenigstens sagen können, dass man es versucht hat… 5Weitere Infos: https://www.jacobbrodovsky.com/
Singer/Songwriter
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