(Waterfall Records / Broken Silence)
Die Musik der Berliner Band Buhai bewege sich „zwischen Kraut, Synth Pop und jazzigen Einflüssen“ heißt es der aktuellen Bio des Projektes um die Texterin und Vokalistin (und Bassistin) Meryem KiIliç. Das muss man dann nicht auf die Goldwaage legen und noch um die Information ergänzen, dass es hier um eine vollständig organische Produktion geht, die ohne Referenzen an den musikalischen Zeitgeist auskommt. Hervorragende Kompositionen, Alltags-poetische Texte und eine angenehm zurückhaltende Inszenierung zeichnen diese Scheibe aus. Auf internationaler Ebene gibt es sicher vergleichbare Produktionen. Da Meryem es sich aber dankenswerterweise in den Kopf gesetzt hat, auf Deutsch singen zu müssen, nimmt das Projekt BUHAI dann eine absolute Ausnahmestellung in der hiesigen Musikzene ein. Ist das nun Deutsch-, Jazz-, Art- oder Gar Kook-Pop? Die Antwort auf alle Fragen könnte „Ja“ lauten. Kein Wunder, dass Ekki Mas von Erdmöbel das Debütalbum produzierte. Obwohl BUHAI für „Asphalt und Sand“ für diese Scheibe nun mit Bob Spencer als Produzenten zusammen arbeiteten, setzt die Band das „Anything Goes“-Prinzip auf der musikalischen Seite munter fort und findet da – wie etwa im liturgisch anmutenden Choir-Pop-Track „In den Straßen“ oder dem Gainsbourg-würdigen „Denk nicht daran“ auch immer wieder neue, spannende musikalische Ansätze. 5Singer/Songwriter
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