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WAKE THE TOWN

Wake The Town

VP Records feiern das heiß erwartete Debüt von I OCTANE „Crying To The Nation“. I Octane wurde mir schon vor zwei Jahren von Queen Ifrica persönlich als angesagtestes Talent aus Jamaika empfohlen, ganz klar wegen seiner außergewöhnlich guten Stimme und seinen aussagekräftigen Texte. Für sein Debüt arbeitete er im Studio mit Robert Livingston, der als Produzent von Shaggy bekannt ist. Auf den Titeltrack „Crying To The Nation“ müsst ihr aber bis zum Ende des Longplayers warten. Über einen soliden modern Roots-Riddim wendet sich I Octane gegen den Egoismus der Menschen und fordert eine Umkehr auf der Basis der Bibel. Das Album startet mit drei starken Roots-Songs, die aussagekräftig und eingängig rüberkommen. Dancehall-Kracher wie „Nuh Love Inna Dem“ oder „No More Violence“ haben Substanz und sprechen eine positive Message. Die neue Single „L.O.V.E. Y.O.U.“ positioniert sich dagegen im Bereich Lovers. Dazu gibt es starke Combinations mit Tarrus Riley mit dem hitverdächtigen „All We Need Is Love“ und Alborosie. Das Spotlight richtet sich aber diesen Monat noch einmal auf NINEY THE OBSERVER, der Anfang der 70er Jahre zum bedeutenden Produzenten von Topp-Roots aufstieg. Sein eigener Song „Blood And Fire“ brachte für ihn den Durchbruch, geriet aber auch zur selbsterfüllenden Prophezeiung, als ein handfester Streit mit dem Keyboarder der Upsetters über die Urheberrechte des Songs für Niney im Krankenhaus endete. Die 4 CD-Box „Deep Roots Observer Style“ (17 North Parade, VP Records) beginnt mit “Deep Down” dem ultra raren Album des erst 17-jährigen Dennis Brown. Das groovt von Anfang bis Ende, so nah an der Tradition von Rastafari hat man Dennis Brown danach nie wieder erlebt. Wer noch nach Versions der fruchtbaren Zusammenarbeit von Lee Perry und Niney mit Dennis Brown sucht, wird bei „The Observer Book Of I-Roy“ bestens bedient. Super Sound, maximum satisfaction für alle Dubheads und Freunde des Foundation DJs! Hinter vorgehaltener Hand wird schon über eine Solo-Veröffentlichung des „Better Days“-Albums (CD 3) der Heptones gemunkelt. Hier gibt es die Zusammenarbeit der Heptones mit Mango Norris um 5 Bonustracks erweitert und auf der vierten CD das Dubalbum dazu. Ebenso geschmackvoll ist das von Niney The Observer 1974 produzierte Livealbum „Live At The Turntable Club“ (17 Northparade, VP Records). Dennis Brown, Delroy Wilson und Big Youth liefern mit excellentem Backing vom Soul Syndicate eine Show der Extraklasse ab. Nachträglich wurde das Konzert von King Tubby persönlich abgemischt. Wicked! Deutscher Dancehall ist auf dem Debüt von ROJAH PHAD FULL „Alles Geht Phad“ angesagtes Programm. Die von Junior Blender, Bassrunner und SoulForce produzierten Riddims lassen die Bässe richtig krachen, während Rojah Phad Full sich bissig gegen geltende Normen („Eiswasser, erste Single“) gibt. In seinen Texten verarbeitet er seine eigene Psyche und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Unserer kurzlebigen Zeit hält SHABANI mit seinem neuen Album „Wohlstandtrash“ (Soulfire Artists) den Spiegel vor. Der will die Welt retten, erzählt seine Perspektive des Alltags zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Musikalisch mischt er viel Rock in den Reggae, oder: Reggae der rockt. Der schrille Paradiesvogel FAMARA meldet sich mit seinem neuen Album „The Cosmopolitan“ (Soulfire Artists) zurück. Musikalisch ausgereiften Reggae mit afrikanischen Einflüssen laden hier zum Verweilen in wärmen Gefilden ein. Klasse Produktion, bei der die Texte in der kosmopolitischen Sprache nicht immer leicht verständlich sind. Für den Start in den romantischen Frühling legen uns VP Records die „Covers For Reggae Lovers Vol. 3“ in den Player. 16 Songs covern bekannte Pop und R& B Hits im modern Reggaestyle. Musikalisch gut gemacht zeigt sich hier die unglaubliche Masse an talentierten Sängern und Sängerinnen in Jamaika. Neben bekannten Stars wie Tessanne Chin oder Freddie McGregor punkten auch interessante Newcomer wie New Kingston mit seiner Interpretation von Johnny Cash´s „Walk The Line“. Bei den Ladies gefallen neue Stimmen von Marsha Morrison, Paddy P featuring Selena Serrano oder Lora McFarlane. Ein besonderer Tipp ist das aktuelle Album von MIDNITE „In Awe“ (VP Records). Die Band aus St. Croix in den Virgin Islands steht für tief inspirierte Topp Rasta Roots mit außergewöhnlicher musikalischer Qualität. Mächtig percussiv, mit gekonnten jazzigen Bläsereinsätzen und extrem downbeat liefern sie ein hochanspruchsvolles Album zur positiven Meditation ab.



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