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JEAN-LUC GUIONNET & LÊ QUAN NINH

Those Whose Dads Never Met

(CCAM Editions)

Am Anfang stand ein Missverständnis: der französische Perkussionist Lê Quan Ninh war felsenfest davon überzeugt, daß sich sein Vater und der seines Landsmanns Jean-Luc Guionnet kannten. Stimmte aber gar nicht, die beiden haben sich nie getroffen. Dennoch wollten "Those Whose Dads Never Met" gemeinsam improvisieren, in diesem Sinn war das Missverständnis sogar ein produktives, wobei ich den Gedanken, deshalb würden hier zwei gestanden Improvisatoren eine gewisse Distanz zelebrieren - "to coexist much more than to interact" - für falsch halte (das Info suggeriert sowas nämlich). Denn was der (Alt)Saxophonist Guionnet hier an abstrakten Tröt-, Fiep-, Knall- und Brumm-Geräuschen aus seiner Kanne zaubert, passt bestens zu den rauschenden, feingliedrigen, hier kräftigen, da ganz sanften PerkussionsElementen. So gut, dass man auch nach mehr als 13 Minuten die abrupte Blende am Schluß von #2 "whose dads never those met" (alle 5 Stücke spielen mit den permutativen Möglichkeiten der Worte des CD-Titels) bedauert. #3 (wer’s unbedingt wissen möchte: dieses Stück heißt "dads met those never whose") ist klangfarblich (etwas) schriller, es schabt und knarrt zu hohen SaxTönen, die auch mal zu einer Art drone ansetzen. In der Mitte dieses 15minüters pocht leise das SchlagwerkHerz, ganz allein zu einem kaum hörbaren Blasen, besser Röcheln. Aber wie so oft bei avancierter ImprovisationsKlangKunst ist die Musik kaum in passende Worte zu pressen, diese aufregend-ruhigen Töne müssen schweben und schwirren, müssen leben. Wenigstens in der heimischen Stereoanlage. Sehr gelungen ist übrigens auch das schlichte CoverDesign, das von einer entfernt an Max Uhlig erinnernden Zeichnung Jean-Luc Guionnets dominiert wird. 5
Weitere Infos: › www.centremalraux.com/soundtracks

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