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MAP TO THE STARS

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MAP TO THE STARS

David Cronenbergs nobler Versuch der Wiedereinführung Robert Pattinsons in die feine Film-Gesellschaft, nach dessen vielfach geschassten Verwicklung in Stephanie Meyers TWILLIGHT-Welt, begann mit COSMOPOLIS und findet in MAP TO THE STARS seine Fortsetzung. Die Rollennähe vom Börsen-Millionär, der sich in einer Stretchlimousine von Termin zu Termin befördern lässt, zum Fahrer einer solchen, lockt bereits einen Funken der Scheinheiligkeit bei den erklärten Feinden des ehemals funkelnden Untoten hervor. Doch die Degradierung von Hollywood-Stars ist eines der konzeptuellen Schmankerl aus Cronenbergs Trickkiste. Ein weiteres ist die Zusammenarbeit mit Drehbuchautor Bruce Wagner, der seinem Ruf als unversöhnlich zynischer Hollywood-Kritiker alle Ehre macht und u. A. mit der Fernsehserie WILD PALMS überzeugen konnte. Eine bewährt sichere Hand bei der Auswahl des Ensembles gehört sicherlich auch zu den Gründen, warum diese liebevolle Anti-Hommage zu den Höhepunkten der diesjährigen Filmfestspiele in Cannes gehörte. Alles beginnt mit der Ankunft der jungen Agatha (Mia Wasikowska) in L.A., die sich –zur Feier des Tages – eine Limousinen-Fahrt gönnt. Der Grund zum Feiern ist ihre jüngste Entlassung aus der Psychiatrie, in der sie von ihren Eltern eingewiesen worden war, nachdem sie das Familiendomizil in Brand gesetzt hatte. Ihrer freudige Erwartung der zeitbedingten Wundheilung, wird jedoch alsbald ein Riegel vorgesetzt. Denn analog zu ihrer durch Brandwunden entstellten Haut, wird auch ihre Tat immer ein Thema bleiben. Der Versuch ihres Vaters, des mächtigen Promi-Gurus Stafford (John Cusack),sie von ihrem Bruder, dem widerspenstigen Kinderstar Benji (Evan Bird), und Ihrer Helikoptermutter Christina (Olivia Williams) fernzuhalten, scheitert. Stattdessen scheint sie in der alternden Hollywoodschauspielerin Havanna Segrand (Julianne Moore, die für diese Rolle zu Recht die goldene Palme gewann) eine liebevolle Ersatzmutter gefunden zu haben. Diese ist wiederrum von der Option besessen, die Rolle zu verkörpern, die ihre tote Mutter berühmt gemacht hatte. Als auch diese Beziehung sich als Flop entpuppt, macht sich Resignation breit... Kann sich die Jugend gegen Auswüchse der Alptraumfabrik behaupten?

CA/ DE 2013, Regie: David Cronenberg
Darsteller: Julianne Moore, Robert Pattinson, Mia Wasikowska, John Cusack u.a.
Kinostart: 11.09.2014
Weitere Infos: › www.mfa-film.de/kinofilme/kino-titel/maps-to-the-stars

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