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COURTNEY MARIE ANDREWS - 08.03.2017 Die Wohngemeinschaft Köln

 
Ihre Fußballkenntnisse – sie dichtet Deutschland und Belgien kurzerhand ein WM-Finale an – mögen noch ausbaufähig sein, ansonsten aber macht US-Singer/Songwriterin Courtney Marie Andrews im Theater der Wohngemeinschaft in Köln auch zwischen den Songs alles richtig. Bei ihrem einzigen Stopp in Deutschland liefert sie mit beeindruckender Bühnenpräsenz einen wunderbar stimmigen Auftritt ab und ist dabei nicht zuletzt, weil ihre facettenreich-intensive Gesangsstimme ohne Hall auskommt, dem Publikum ganz, ganz nah. Dafür sorgen auch die brillant ausformulierten Songs nicht nur aus ihrer aktuellen Großtat ´Honest Life´, die gespickt sind mit persönlichen, oft eher traurig gestimmten Geschichten von Bekannten oder sogar Verwandten, denn ein brandneues Lied widmet sie ihrer krebskranken Tante, die sie einst an die Musik heranführte. Dass die aus Arizona stammende, im Staate Washington heimische Musikerin in der Tat eine ´Woman Of Many Colors´ ist, wie es im vielleicht schönsten Songs des Abends heißt, unterstreicht auch die Mühelosigkeit, mit der sie solo klassische Folk-Atmosphäre kreiert und gemeinsam mit ihrem Dreadlock-geschmückten Pedal-Steel-Gitarristen Bryan Daste erfreulich klischeefrei altmodische Country-Seligkeit heraufbeschwört und so spielerisch zwischen Joni und Emmylou hin- und herspringt. Zusammen mit ihren zugleich anrührenden wie humorvollen Ansagen zu Killer-Kakteen in Mamas Garten, dem Weltfrauentag und ihren früheren Domstadt-Erfahrungen macht das aus dem Gastspiel schon jetzt einen Kandidaten für die Jahresbestenlisten.


Weitere Infos: www.courtneymarieandrews.com
© 02. April 2017  WESTZEIT ||| Text: Carsten Wohlfeld
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