(Unit/SunnyMoon) Den letzten Beweis, das aus der Schweiz nicht nur Käse kommt, liefert Jan Galega Bönnimann mit seinem Quartett Brink Man Ship und den Gästen Nya und Eivind Aarset. Löchrig ist die Musik keineswegs, die da entweder lasziv schlurfend, knallig oder auch mal wie auseinander genommen klingt. Das Gerüst steht für zeitgenössischen Jazz, der kräftig mit elektronischen Samples und einer jazzuntauglichen Rhythmik unterlegt ist. Ohne Strom, so scheint es, funktioniert Brink Man Ship so gut wie nicht. Die Musik bewegt sich zwischen tanzbarer Körperlichkeit und kleinen intellektuellen Abenteuern. Brönnimann selbst überzeugt mit qualitätsvollem Saxophonspiel, während seine Mitstreiter ihm den Boden für Klangexperimente bereiten, die lecker wie ein Fondue noch lange nachwirken (schmecken). *** |