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JAZZJANZKURZ - JAZZJANZKURZ

 
JAZZJANZKURZ
Die Schnellzug-Fahrt durchs Jazzland beginnt mit einer kleinen Enttäuschung. Der Aufforderung der Grammy-dekorierten Jazzdiva DIANNE REEVES "Light Up The Night"(Concord) vermag ich zumindest mit dieser Liveaufnahme aus dem okzitanischen Marciac nicht nachzukommen. Dazu sind mir sowohl Gesang wie musikalische Begleitung zu geschäftsmäßig und seelenlos. 2
Auch von HELLMUT HATTLER war ich noch nie so richtig überzeugt. Klar, der Mann kann Bass spielen, das hat er in seiner langen Karriere von Kraan bis Tab Two bewiesen. Aber auch die zu seinem 65. Geburtstag erscheinende CD "Bassball II"(Bassball/36 music) unterstreicht, dass Hattler ein verläßlicher sideman, aber eben keiner der ganz großen Erfinder im Jazz ist. Dass er sich nicht mit einer Werkschau begnügt, sondern mit seinen unterschiedlichen Formationen neue Stücke schrieb und einspielte, ehrt ihn dennoch. 3
Spannender wird’s mit "Far Into The Stars"(Okeh) vom (inzwischen auch schon 60jährigen) Sohn des Meisters vom Sirius. MARKUS STOCKHAUSEN hat mit serieller oder akademisch-elektronischer Musik wenig am Hut, sondern entlockt gemeinsam mit seiner Band Quadrivium auch hier seiner Trompete träumerische Klänge im Spannungsfeld von Jazz, Ambient, NeoKlassik und Rock-Anleihen. 4
Mit wundervollen Vibraphone-Linien beginnt "Preen"(Klaeng) von der Kölner Formation OFFSHORE. Die Balance zwischen weichen vibes, minimalen Klarinettenfiguren und den feinen Wurlitzer- oder Pianosprengseln auf einem ordentlichen b-dr-Fundament bezaubert durchweg. Weit weg von jeder Schrillheit oder extravaganter Klangforschung zelebriert die junge Band auch auf ihrem dritten Album einfach nur guten aktuellen Jazz. 5
Die liebeskummertrunkene Klavierballade, mit der das FLORIAN PETERS TRIO seine neue CD "11 Waves" eröffnet, kippt schnell in deutschen SiSoKram und macht damit beinahe Angst vor den restlichen 48 Minuten. Und das nicht zu unrecht, auch wenn z.B. das swingende "Nice And Dead" oder die schönen Soli in "Melody" aufhören lassen, ist diese Annäherung von Jazz an Mainstream(Adult)Pop zu weichgespült und unaufregend. 2
Die KLEZMEYERS um die anmutige Klarinettistin Franziska Orso hingegen verstehen es auch auf Album #5, jiddische Melodien, südamerikanische Rhythmen und Blues zu Jazz zu machen. Ob Westerngitarre, GipsySwing oder stedl-Nostalgie, auf "Moravica" passt vieles zueinander. 4
Ähnlicher Bandname, anderer Ansatz: KLEZTORY kommen aus Kanada und führen Klezmer auf seine osteuropäischen Wurzeln zurück, ja vermengen das sogar mit russischen Elementen. "Nigun"(alle GLM) ist sehr traditionell, perfekt und doch seelenvoll sowie v.a. auch in der richtigen Balance aus schnell und getragen eingespielt.
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>>>Fear No Jazz>>>
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© 01. September 2017  WESTZEIT ||| Text: Karsten Zimalla
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