
(Aufbau Verlag, Hardcover, 20,00 Euro, 192 Seiten)
Die Politologin Antje Schrupp unternimmt hier eine (selbst)kritische Bestandsaufnahme der Frauenbewegung vor und entwirft Perspektiven für einen zukunftsorientierten, konstruktiven Feminismus, dessen oberstes Anliegen eine freiheitliche Gesellschaft ist. Wir erleben aktuell eine politische Entwicklung, die eine Hinwendung zum Ende des Patriarchats aufzeigt. Genaugenommen befinden wir uns bereits in einer Zeitenwende. In einem postpatriarchalen Chaos. Denn das reine Patriarchat war eine hierarchische Ordnung mit alten weißen Männern an der Spitze, gestützt auf anerkannte Institutionen wie Universitäten, Parlamente und Kirchen. Heute basiert Macht auf dem Recht des Stärkeren, physischer Gewalt, ökonomischer Überlegenheit und Willkür. Das ist kein Patriarchat, sondern postpatriarchales Chaos. Es bedarf nun an einer klugen Herangehensweise. An Weitsicht für die kommenden 400 Jahre, in denen nun auch kalendarisch eine Wende eingeläutet wird. Der Wechsel hin zu Verbindung, weg von Verträgen. Feministische Strategien müssen darauf reagieren. In ihrem intellektuell pointierten Essay nimmt die Politologin Antje Schrupp eine (selbst)kritische Bestandsaufnahme der Frauenbewegung vor und entwirft Perspektiven für einen zukunftsorientierten, konstruktiven Feminismus, dessen oberstes Anliegen eine freiheitliche Gesellschaft ist.
