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QUICKSILVER

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Keine Frage: Dead Can Dance haben für ihre zwischen Esoterik, Pop und (Neo)Klassik bzw. Alter Musik changierenden Platten zu recht viel Lob und Preis geerntet. Aber genau wie Lisa Gerrard verirrt sich auch BRENDAN PERRY im Selbstzitat. Sein Soloalbum "Ark"(Cooking Vinyl/Indigo) bietet also viel düsteren Wohlklang, aber wenig aufregendes - 2010 darf man mehr erwarten. 3
Auch die Hamburger von DARK ORANGE frönen der alten Lust, die hier aber EtheralWave oder Heavenly Voices heißt. "Clouds, Paperships And Fallen Angels"(Kalinkaland/Broken Silence) tut, als wäre es noch immer 1994 und Hyperium nie gestorben. Kein Wunder, sind doch 6 der 12 Stücke Neueinspielungen von Titeln der ersten D.O.-CD "Oleander" (1991). Zum nostalgischen Schwärmen und Träumen (trotzdem?) in jeder Beziehung bestens geeignet. 3
PONY UP! ist doch mal ein feiner Bandname. Die 4 Mädels aus Montreal füttern auf "Stay Gold"(Laughing Outlaw/Broken Silence) ihre Begeisterung für (amerikanischen) IndiePop, das Info nennt Sleater Kinney und Bangles als Orientierungspunkte. Naja - nichts neues unter der Sonne. 3
Um einiges interessanter ist da "Nothing Else"(Brainfeeder/Ninja Tune/Rough Trade) von LORN. Düster dahinstampfender Elektroglitch, nicht ohne catchyness, klug verdrehte DubStep-Ausflüge, rau und doch detailverliebt - kurz edler Stoff für Tanzboden wie Heimstereo. 4
Wesentlich sonniger, aber auch unbekümmerter und vielleicht sogar etwas hedonistisch sind DIESLERs latinlastigen NuJazz-Clubtracks auf "Tie Breakers"(Unique/Groove Attack). Wer gern Cocktails in der (inzwischen ja nicht mehr so hippen) After-Work-Lounge schlüft, wird dieser CD wohl demnächst begegnen. 3
Auch "Horse Meat Disco 2"(Strut/!K7/Al!ve) folgt diesem Tanzpfad, wobei bei dieser von den Londoner Pferdefleischfreunden gemixten CD die klassischen NY-Disco-Sounds im Fokus stehen. Wann genau ist das Studio 54 explodiert? 3
Und weil ja noch immer Fußball die Hirne der Menschen benebelt, interessieren sich 2010 alle für Südafrika. Als Kwaito wirklich groß war, wollte das in Dland zwar leider kaum jemand hören, aber bitte: Auf "Next Stop...Soweto Vol.2"(Strut/!K7/Al!ve) gibt es mit "Soul, Funk & Organ Grooves From The Townships 1969-1976" 22 flotte Beispiele für die Kwaito-Wurzeln. 3
Wesentlich weiter zurück in die Musikgeschichte Afrikas greift die schöne Kompilation "Master Drummers Of Africa"(ARC Music), die neben typischen Trommelstücken auch der freien Rhythmuserzeugung vermittels Fußstampfen oder Kundi-Harfe Raum gibt. 4
Auf andere, aber auch exotische Weise erzeugen BAUCHKLANG ihre Klänge. "Signs"(Monkeymusic/Broken Silence) besteht ausschließlich aus "Sounds based on human vocals", weil aber jenseits von Mundraumartistik im Grunde doch das musikalische Resultat zählt, bleibt zu konstatieren: Solider (gerade nicht!)ElektroPop. 3
Neben ihren Stimmen doch lieber auch einem typischen Popinstrumentarium vertrauen die 3 Südtirolerinnen von GANES (zwei davon kennen einige vielleicht aus der Goisern-Band; live im letzten Jahr ein durchaus angenehmes Erlebnis). Auf "Rai de sorëdl"(Lawine/Sony) singen sie in wunderschönem Ladino zu recht konventionellem WeltPop - sanfter als Hubert, aber durchaus packend.
Kommen wir zur Abteilung "Alte Säcke": MIKE PATTON kann alles - sogar ObskurItaloSchmalzPop mit Hardcore-Ausrutschern. "Mondo Cane"(Ipecac/Soulfood) ist feines Futter für kranke Geschmacksnerven.
Leute ohne Geschmack könnten am gleichnamigen Solodebut von LOSTBOY! A.K.A. JIM KERR (earMusic/edel) Gefallen finden. So prätentiös wie der Projektname ist die ganze CD - wer nicht schon die Simple Minds furchtbar fand, wird wohl auch hier nicht zur Vernunft kommen, zumindest fiel mir in meinen kurzen Wachphasen beim Hören nichts angenehm auf. 1
Und auch das Brüsseler Rock-Urgestein ARNO will keine Ruhe geben. Ich liebe diese Stadt wirklich, finde aber in "Brussld"(Naive/indigo) wenig bis nichts von ihrer schludrigen Bunt- oder Zerrissenheit. Der Mann verkommt zusehends zum Heinz-Rudolf Kunze der Wallonie. 2
Weil er u.a. "Mr. Vain" verbrochen hat, wartet auf NOSIE KATZMANN (hoffentlich) das Höllenfeuer, auch wenn er auf "Greatest Hits 2"(GIM/Intergroove), sich selbst auf der Wandergitarre begleitend, versucht, Stücke von/für Culture Beat oder Captain Hollywood Projekt ins angesagten Folkidiom zu übersetzen. Wie sagte meine Liebste so schön: Kindermusik. Schlechte Kindermusik. 1
Wie´s richtig geht zeigt die große BETTYE LAVETTE. Auf "Interpretations: The British Rock Songbook"(Anti-/Indigo) kreischt sich die US-Soul-Legende durch den Kanon von Beatles, Moody Blues und Led Zep, sogar eine völlig unpeinliche, wirklich ergreifende Fassung des sakrosankten "Wish You Were Here" ist ihr gelungen. 4

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