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MICHAEL SONTHEIMER / PETER WENSIERSKI - Berlin – Stadt der Revolte

 
Ch. Links Verlag, 445 S., 25,00 EUR
Sontheimer ist taz-Mitbegründer, heute Spiegel-Autor und hat u.a über den Deutschen Herbst geschrieben, außerdem verfasste er einige Berliner Lokalhistorien. Jetzt hat er mit seinem schon seit den 70ern mit dem DDR-Untergrund befassten und inzwischen auch beim Spiegel gelandeten Kollegen Wensierski (s)einen ganz eigenen Beitrag zur momentan so angesagten Aufarbeitung mehr oder weniger erfolgreicher Revolutionen geleistet. Wobei die beiden klug zwischen Revolution und Revolte unterscheiden und letztere als zunächst gescheiterte Form der ersteren verstehen. Anhand von 56 Orten wird an Gammler und SDSler erinnert, an Ulrike Meinhofs (letzte legale) Wohnung und die von Havemann oder Biermann, an die (instand)besetzten Häuser Kreuzbergs, die illegalen Stützpunkte der Ost-Opposition (nicht nur) im Prenzlauer Berg und an "Die letzte Schlacht" um die Mainzer Straße 1990. Gelegentlich merkt man den klug angelegten und durch zahlreiche Interviews mit Beteiligten untersetzten Texten zu Orten, an denen Geschichte stattfand, zwar die persönliche Sichtweise der Autoren etwas zu sehr an (und erahnt persönliche Sym- wie Antipathien), dennoch ist dieses Buch bunte Gegenkultur-Geschichte und Ortsbeschreibung zugleich - banal Reiseführerhaftes fehlt vollkommen. Gut so, gerade auch das (zu?) kurze Nachwort.

Weitere Infos: www.christoph-links-verlag.de/index.cfm?view=3&titel_nr=988
© 01. Juni 2018  WESTZEIT ||| Text: Karsten Zimalla ||| Datenschutz
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