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BJÖRN BERGE - Atlas der verschwundenen Länder

 
dtv, 240 S., 26,00 EUR
Berge ist ein norwegischer Architekt, Wissenschaftler und Autor. Und passionierter Briefmarkensammler mit dem einfallsreichen Ziel, aus jedem Staat, der jemals Marken editierte, eine zu finden. Aus seiner Sammlung hat er 50 Beispiele ausgewählt von Ländern, die es nicht mehr gibt. In Zeitepochen eingeteilt werden uns in kurzen Artikeln u.a. Schleswig (1864-67), Mandschuko (1932-45) oder der Freistaat Fiume (1919-24) und dessen WK-II-Spiegelung Freies Territorium Triest (1947-54) anhand eines kurzen, gern durch literarische Verweise und konkrete Quellen gestützten, historisch-politischen Abrisses vorgestellt. Ergänzt werden die launigen Porträts durch Verweise auf Bücher und Filme zum jeweiligen Staat und manchmal auch landestypische Kochrezepte. Und natürlich einer Abbildung der jeweiligen Briefmarke. So (relativ) hochwertig, wie das Buch ausgestattet ist (ungewöhnliches, Briefmarken-analoges Querformat, schönes, schweres Papier, fester Pappband), verwundern die gelegentlichen Lektoratsfehler ein wenig. Selten, aber öfter als nie wurden da Grammatikfehler übersehen und im Kapitel über die "Republik Maluku Selatan" heißt eine der Inseln abwechselnd Selam oder Seram. Aber das schmälert den Lektürespaß überhaupt nicht, denn hier wird tatsächlich und sehr unterhaltsam "Weltgeschichte in 50 Briefmarken" präsentiert.

Weitere Infos: www.dtv.de/buch/bjoern-berge-atlas-der-verschwundenen-laender-28160
© 01. Mai 2018  WESTZEIT ||| Text: Karsten Zimalla
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