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CHRISTOF MEUELER mit FRANZ DOBLER - Die Trikont-Story - Musik, Krawall & andere schöne Künste

 
Heyne Hardcore, 464 S., 30,00 EUR
Trikont ist wohl jedem ernsthaft musikinteressierten Menschen ein Begriff, sei es wegen den vielgelobten Sampler(reihe)n, EwigkeitsEntdeckungen wie Attwenger oder Funny van Dannen, dem anarchisch-dickschädeligen BayernReggae von Hans Söllner oder einer der vielen anderen Perlen im Labelkatalog (uva. die grandiosen Nuts, La Hengst, das Sogenannte Linksradikale Blasorchester - einen schönen Überblick bietet die parallel erscheinende 3CD "Our Own Voices Vol.6"). Das SLB passt gleich doppelt ins Profil, denn natürlich hat man bei Trikont ein Herz für Blasmusik und zum anderen entstammt die 1967 in Köln als Buchverlag gegründete Firma linksradikalen Kreisen: man veröffentlicht Ches "Bolivianisches Tagebuch", Bolly Baumanns Autobiografie und Texte von Toni Negri und "Lotta Continua", was kräftig dazu beiträgt, die APO-Ideen bekannter zu machen. 50 Jahre Trikont heißt 50 Jahre beharrlicher Widerstand, Agitation (im besten Sinne) und nicht zuletzt Durchhaltevermögen. Das dicke, mit Unmengen von Bildern, Zitaten und Interviews bestückte Buch erzählt die Historie flüssig und detailgetreu, insbesondere die Schilderungen der frühen Jahre werden auch dem Kenner und Fan noch einige Neuigkeiten vermitteln. Von der Mao-Bibel und dem "Wir befreien uns selbst" der Arbeitersache München (Kat.nr. 0001) zu den Zitronen Püppies (0491): in München halten sie es (bei aller Distanz zum seltsamen Osten) mit Heiner Müller: Der Weg ist nicht zu Ende, wenn das Ziel explodiert!

Weitere Infos: www.randomhouse.de/Buch/Die-Trikont-Story/Christof-Meueler/Heyne-Hardcore/e522217.rhd
© 01. Dezember 2017  WESTZEIT ||| Text: Karsten Zimalla
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