(Jazzsick / Inakustik Die Vertreibung aus dem Paradies war für die Menschheit kein guter Tag. Franz von Chossy widmet sich mit neuem Material und untersucht, ob dieses Ereignis nicht auch eine Chance für die Zukunft war. Speziell für die „Muziekbiennale 2012“, die von August bis Oktober am Niederrhein und im grenznahen Holland läuft, verbeugt sich die Musik großzügig für hehre, menschenwürdige Ziele. Die neunteilige Suite benutzt als Leitfaden ein Gedicht der niederländischen Lyrikerin Abra Bertman. Daraus entwickelt von Chossy einen warmen, fließenden, mitfühlenden Sound, offen für momentanes Bewusstwerden thematischer Klänge, streng in der Konsequenz ihres Wirkens. Der Darstellung des Schönen stellt Franz von Chossy aber auch jene dunkle menschliche Seite gegenüber, die für alles verantwortlich ist, was seit der Vertreibung aus dem Paradies im Namen der Menschheit passiert ist. In dem er verschiedene musikalische Stile benutzt, unterstreicht er den organischen Charakter seines Werkes. **** |