(Intakt / harmonia mundi) Nur Männer im „Hexentrio“. Kann das gut gehen? Ja. Das Unheil, welches den Hexen nachgesagt wurde, ist weder männlich noch weiblich, es kommt so neutral daher wie ein Fußballfan einem anderen Club. Auf dem Weg zur Neutralität – in der Musik – streift das Trio Paul Plimley, Barry Guy und Lucas Niggli die Randbezirke des Unfassbaren, hinterlässt dort kleine Duftmarken und zieht weiter. Die Geschichte dieser Reise erzählen die Herren in „Come And Go“, wo sie die Freiheit – in der Musik – auf die Spitze treiben. Die Story hat etwas von der „Ursonate“ von Kurt Schwitters, lautmalerisches Stimmengewitter setzt den freien Umgang mit Klangmaterial fort. Komplexe Improvisationen folgen keiner Regie, sie existieren nur aus sich selbst. „Hexentrio“ bildet den Krach ab, den das 21. Jahrhundert kennzeichnet. **** |