(+3DB / www.rumpsti-pumpsti.com) Man kann, bei freier Phantasie, den Titel von Kjetil Møsters „Blow Job“ natürlich auch vorsätzlich missverstehen, zumal der Musiker solistisch tätig ist. Doch entgegen jeder sexistischen Deutung geht es auch in der zweiten Ausgabe der Serie „Music for One“ tatsächlich um das Blasen eines Instrumentes. Welche Möglichkeiten das Tenorsaxophon neben den instrumententypischen Klängen freisetzt, offenbart der Norweger durch seine unglaublich ausgefeilte Technik. Mit einer ähnlichen Energie ausgestattet wie der Basssaxophonist Colin Stetson, gelingen Kjetil Møster wunderbare Momente der ein- und ausgeatmeten Stille, die er unvermittelt in brachiale, tieftönende Klangszenen überführt. Mit „Blow Job“ taucht Møster in Improvisationsebenen, die fast so klingen als sei jeder einzelne Ton notiert. *** |